Farbeindringprüfung

Farbeindringprüfung bzw. PT – Prüfung genannt, ist ebenfalls ein Oberflächenrissprüfverfahren wie die Magnetpulverprüfung. Mit dieser lang bewährten und relativ einfachen Verfahrensprüfung können Oberflächen, offene Hohlräume und feinste Risse nachgewiesen werden. Eine Prüfung erfolgt in mehreren Schritten und ist schnell durchzuführen.

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Mobile Farbeindringprüfung

Das zu prüfende Bauteil, z.B. eine Naht, sollte beschliffen sein, damit es zu keiner Verwechslung bei den Anzeigen kommt. Nun erfolgt eine gründliche Reinigung. Dies kann mit speziellen Reinigern erfolgen oder mit Wasser. Anschließend wird die zu prüfende Oberfläche mit Eindringmittel behandelt, wir verwenden i.d.R. rot eingefärbten Schaum um eine Vernebelung zu vermeiden.
Nach einer kurzen Wartezeit wird das Bauteil nochmals zwischengereinigt. Wichtig ist, das keine Überwaschung statt findet.
Anschließend wird mit Entwickler besprüht! Sofern nun Risse oder Poren vorhanden sind, werden diese angezeigt und sind klar sichtbar.

Diese Prüfung eignet sich als zweite Verfahrensprüfung, z.B. bei Gasleitungen oder Armaturen, als Hauptprüfverfahren z.B. in Kraftwerken an diversen Teilen.

Eine stetige Prüfmittelkontrolle erfolgt vor dem Einsatz.

Farbeindringprüfung im Labor

In unserem Labor könnten wir wie bei Mobil beschrieben vorgehen oder bei größeren Stückzahlen (Serienbauteile z.B. für die Automobilindustrie) das Tauchverfahren anwenden.
Hier werden die Bauteile in fluoreszierendes Eindringmittel eingetaucht, anschließend mit Wasser (unter UV-Licht) gereinigt und getrocknet. Anzeigen wie Risse etc. sind im UV-Licht sehr gut zu erkennen.

Unser Tauchbecken hat ein Format von 1130 x 725 x 690 mm (Innenmaß).

Auch hier erfolgt eine stetige Prüfmittelkontrolle!
Unsere Prüfmittel sind alle biologisch abbaubar.