ZFP MAGNETPULVERPRÜFUNG

Magnetpulverprüfung

Mit der Magnetpulverprüfung können Fehler an der Oberfläche festgestellt werden. Anders als bei der Farbeindringprüfung, lassen sich Fehler noch feststellen, obwohl die direkte Oberfläche intakt ist, oder z.B. durch Fette etc. verschlossen ist. Haarrisse sind die klassischen Fehler, welche zu erwarten sind. Magnetpulverprüfung (kurz – MT-Prüfung) wird bei Metallen verwendet, die magnetisierbar sind.

An Rissen in der Materialoberfläche entsteht durch die Magnetisierung ein so genannter Streufluss, wodurch das Prüfmittel haften bleibt und ein Kontrast zum Metall sichtbar wird. Bei der Magnetpulverprüfung wird fluoreszierend eingefärbtes Eisenpulver oder schwarzes Eisenpulver auf weißen Hintergrund (Schwarz-Weiß-Prüfung genannt) verteilt, das sich im Bereich des Materialfehlers (Riss) sammelt.

Die Magnetpulverprüfung ist ein Nassverfahren, mit Öl oder Wasser als Pulverträger.

Ein weiterer Vorteil ist, dass man Fehler schnell sichtbar machen kann. Die jeweilige Stelle kann beschliffen werden und eine sofortige Nachprüfung ist möglich.

Unser fluoreszierendes Prüfmittelsystem überprüfen wir mit dem Vergleichskörper Typ 1. Zur weiteren Ausstattung gehören UVA-Lux Check sowie ein Feldstärkemessgerät.

Magnetpulverprüfung

Anwendungsbeispiel

Die MT-Prüfung wird gerne als Zweitprüfverfahren z.B. bei Einbindungen an Gasleitungen verwendet. Aber auch an Achsen, Schienen, Felgen, im Motorenbau und bei fliegenden Bauten die durch die Bewegung besonders stark beansprucht werden. Weitere Einsatzmöglichkeiten sind z.B. an Turbinengehäusen, Turbinenschaufeln, Behältern, Serienteile und überall dort wo Risse entstehen können und sich das Material magnetisieren lässt.

Magnetpulver macht Risse sichtbar

Magnetpulverprüfung stationär

In unserem Labor können wir mit dem Handjoch, mit dem Hochstromerzeuger und den Abschmelzelektroden, sowie mit der Prüfbank MT-Prüfungen vornehmen.

Die Prüfbank ist ideal für alle Bauteile ab einer Mindestgröße von 3-4 cm bis 105 cm. Das Bauteil wird eingespannt und ein Magnetfeld erzeugt. Das besprühen erfolgt großflächig. Entsprechende UV-Lampen, die sich über dem Bauteil befinden, machen nun vorhandene Fehler sichtbar.

Große Stückzahlen können damit sehr schnell überprüft werden!

Magnetpulverprüfung Mobil

Wir haben in allen Laborfahrzeugen, sowie in unserem Werkstattwagen, eine mobile MT-Ausrüstung. Diese besteht aus Handjoch, UV-Lampe, Feldstärkemessgerät, Luxmeter, Testkörper sowie das entsprechende Prüfmittel.

Für Bauteile, welche etwas schwieriger zu prüfen sind, haben wir einen Hochstromerzeuger und Abschmelzelektroden. Funktioniert wie beim Handjoch, jedoch kann man hiermit z.B. in Ecken wesentlich besser prüfen.